Die Erfindung der Currywurst

Wer hats erfunden? Nicht die Schweizer! Berlin und Hamburg streiten sich um den Titel, die Currywurst-Erfinderstadt zu sein.

die Currywurst von Hans & John in Schwerin

Variante 1: Berlin

Weit verbreitet ist die Auffassung, dass in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg die Berliner Gastronomin Herta Heuwer als erste eine gebratene Wurst mit der typischen Currysauce serviert zu haben. Sie betrieb damals einen Imbiss-Stand in Berlin Charlottenburg. Ihre Currywurstsauce entwickelte Sie wohl mit Frank Friedrich, einem Partner des Schlachters Max Prückner. Die beiden gründeten die Firma Maximilian, die noch heute in Berlin Currywurst als „Das Berliner Original“ vertreiben. Prückner entwickelte seinerzeit eine Wurst, die ohne Darm auskam, denn Darm war knapp in der Nachkriegszeit. So entstand die „Spandauer ohne Pelle“. Die Kombination dieser Wurst mit selbst angerührter Currysauce aus Tomatenmark und fein abgestimmten Gewürzen ist demnach das Verdienst Herta Heuwers. Dieser Version folgt auch das Deutsche Currywurstmuseum in Berlin.

Variante 2: Hamburg

Eine gegensätzliche Darstellung basiert auf eine Novelle von Uwe Timm „Die Entdeckung der Currywurst“, die 1993 veröffentlicht wurde. In seinem Buch schreibt Timm die Erfindung seiner Figur Lena Brückner zu, und zwar schon 1947. Allerdings ist diese Figur wie auch die Geschichte fiktiv und nicht durch Fakten belegt. Timm beschreibt es als Kindheitserinnerung, bereits damals eine Currywurst gegessen zu haben. Die Hamburger folgen sicherlich gern dieser Legende – wenn auch zu Unrecht.

Fest steht: Die Currywurst ist eine deutsche Erfindung und ein urdeutsches Gericht, wenn auch aus teilweise exotischen Zutaten. Es kann zwischen Wurst mit und ohne Darm gewählt werden. Es gibt sie geschnitten oder im Stück. Bei der Zubereitung der Currysauce sind kaum Grenzen gesetzt und jeder Currywurst-Anbieter schwört auf sein, meist geheim gehaltenes, Rezept. So kann jeder selbst herausfinden, wo er die Currywurst bekommt, die ihm am besten schmeckt.

 

Quelle: Wikipedia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *